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Erschienen in Vending Report 5/2021

Für alle Fälle eine echte Lösung

Vending Report hat diesen Monat mit Hansjürg Marti, dem Geschäftsführer der Schaerer Deutschland GmbH, über die aktuellen Entwicklungen innerhalb der Vending Branche, Schaerers neue Produkte, digitale Innovationen und die Zukunftsplanung gesprochen. Das Gespräch hat gezeigt, dass es für jedes Problem in jeder Situation eine nachhaltige und passende Lösung geben kann.

Herr Marti, Schaerer Deutschland ist als zuverlässiger Partner der Vending-Branche ebenso für die Produktqualität als auch den persönlichen Service bekannt. Ist es in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig, dem Operator ein nahbarer Ansprechpartner zu sein und so eine besondere Sicherheit zu geben?

Die Corona-Pandemie – und insbesondere der lange Zeitraum, über den sie gleichermaßen unser Leben wie auch die Wirtschaft bereits ausbremst – stellt uns alle vor große Herausforderungen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir diese Krise nur bewältigen können, indem wir uns gegenseitig unterstützen. Für Schaerer bedeutet das konkret, dass wir unser Ohr noch näher an unseren Partnern und Kunden haben, als wir es ohnehin schon tun. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit ihnen Lösungen zu entwickeln, die einerseits sofort helfen und andererseits gleichzeitig aber auch eine Perspektive für die Zukunft bieten. Das Spektrum reicht dabei von speziell für die Anforderungen der Operator maßgeschneiderten Leasingaktionen und preiswerten Aktionsgeräten bis zur Entwicklung neuer Kaffeekonzepte, die den Anforderungen der Pandemie und dem veränderten Konsumentenverhalten Rechnung tragen.

Bieten Sie für interessierte Kunden aktuell digitale Informationsveranstaltungen oder 3D-Showrooms an, um Ihre Produkte an Frau und Mann zu bringen?

Die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle ist ein wichtiger Baustein, um uns trotz der Kontaktbeschränkungen so persönlich wie möglich mit unseren Partnern und Kunden auszutauschen. Einen eigenen 3D-Showroom haben wir aktuell noch nicht, wir hatten uns aber beispielsweise für die Teilnahme an der digitalen Internorga entschieden. Auch wenn wir von der Messe selbst mehr erwartet hätten, gab sie uns wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer digitalen Angebote. Beispielsweise nutzen wir Live-Webinare für technische Schulungen und Trainings bei Kunden vor Ort oder haben umfangreiches Videomaterial rund um unsere Produkte und Lösungen erstellt, die wir auf unserer Website und unserem YouTube-Kanal bereitstellen. Dieses digitale Informationsangebot werden wir nach und nach weiter ausbauen, um Interessenten und Kunden kanalübergreifend optimal beraten zu können – auch nach Corona wird so ein Angebot als Erweiterung der klassischen Kommunikationswege aus meiner Sicht attraktiv bleiben. Unter anderem planen wir die Durchführung von Webinaren, um die vielschichtigen Individualisierungsmöglichkeiten der neue Schaerer Coffee Soul mit „Select“-Konzept zu erläutern.

Mit welchen Lösungen und Produkten hat Schaerer das neue Jahr begonnen? 

Maschinenseitig steht die neue Schaerer Coffee Soul mit „Select-Konzept“ im Fokus. Sie basiert auf der Grundidee, technische Leistungsfähigkeit und optische Auswahlmöglichkeiten unabhängig voneinander zu kombinieren und wartet dafür mit einem durchdachten „Mix & Match“-Prinzip auf. Damit bieten wir unseren Kunden größte Flexibilität bei der exakten Anpassung an ihr Geschäftsmodell. Zwei Ausführungen stehen dabei für einen schnellen Konfigurationseinstieg: Die Schaerer Coffee Soul 10 mit 10,4-Zoll Display für Bedienung durch Personal und die Schaerer Coffee Soul 12 mit videofähigem 12,1-Zoll-Display für die Selbstbedienung durch Gäste. Neben den Schaerer Kaffeemaschinen vertreibt die Schaerer Deutschland GmbH in Deutschland und Österreich auch die Filterkaffeemaschinen des US-Herstellers Wilbur Curtis. Neu im Portfolio ist hier die Curtis G3 Alpha Decanter Filterkaffeemaschine. Sie ist gleichermaßen ein Sinnbild für die US-amerikanische Kaffeekultur wie für das Qualitätsversprechen von Curtis und lässt sich beispielsweise im bedienten Bistro-/Restaurant-Umfeld ideal einsetzen. Mit dem Zusammenspiel aus effizienter Brüh- und Filtertechnologie sowie eleganten Glaskannen erfüllt sie höchste Ansprüche an die Getränkequalität und das Servieren von Filterkaffee.

Darüber hinaus haben wir erst kürzlich digitale Features für die kontaktlose Zubereitung und Bezahlung von Kaffeespezialitäten an den Schaerer Kaffeemaschinen vorgestellt. Mit der Schaerer Digital Payment Solution ist beispielsweise der einfache Einstieg in die Welt der mobilen App-Bezahlung möglich. Das Besondere: Sie ist integraler Bestandteil der Schaerer Kaffeemaschinen-Software, sodass kein externes Terminal für den Bezahlprozess mehr notwendig ist. Nach der Auswahl des Getränks erscheint auf dem Touchdisplay der Kaffeemaschine ein QR-Code, den der Gast via Smartphone scannt und so den Bezahlprozess einleitet. Ist die Bezahlung abgeschlossen, startet die Zubereitung der ausgewählten Kaffeespezialität. Für eine kontaktarme Zubereitung bieten wir zudem für die Schaerer Coffee Soul und die Schaerer Coffee Soul mit „Select“-Konzept als weiteres neues Feature die „2nd Screen“-Option an. Diese erlaubt, die Zubereitung von Getränken vom eigenen Smartphone aus zu starten. Dafür erscheint auf dem Display der Kaffeemaschine ebenfalls ein QR-Code. Der Endkunde muss diesen mit dem Smartphone scannen und erhält daraufhin die verfügbaren Kaffeespezialitäten angezeigt. Per Tipp auf das Smartphone startet der Zubereitungsprozess. Voraussetzung ist jedoch, dass die Maschine mit der Telemetrie-Lösung Schaerer Coffee Link vernetzt ist.

Schaerer Coffee Soul Select
Schaerer Coffee App

Wie werden die digitalen Lösungen für die kontaktlose Zubereitung und Bezahlung von Ihren Kunden angenommen?

Erste Anfragen und Feedbacks aus dem Markt zeigen, dass diese Features den Nerv der Zeit treffen. Schon vor Corona stieg die Nachfrage vor allem nach digitalen Bezahlmöglichkeiten via Smartphone im DACH-Raum. Die Pandemie hat dies zusätzlich befeuert, da in diesem Zusammenhang der Wunsch nach einer möglichst kontaktarmen und damit hygienischeren Selbstbedienung beim Bezug von Kaffeespezialitäten gestiegen ist.

Sind solche Technologien dann der Schlüssel für krisensicheres Operating und sollte quasi jeder Operator auf diese Komponenten setzen?
Corona hat uns allen leider deutlich vor Augen geführt, dass nichts krisensicher ist. Natürlich kann der Einsatz digitaler Technologien Operator bei der Umsetzung ihres Kaffeekonzepts unterstützen. Aus meiner Sicht ist für den wirtschaftlichen Erfolg jedoch entscheidender, flexibel auf die veränderten Anforderungen zu reagieren und das eigene Geschäftsmodell entsprechend weiterzuentwickeln. Dies kann natürlich auch mithilfe digitaler Lösungen passieren. Ein Beispiel ist der derzeit verstärkte Einsatz von Milchpulver statt Frischmilch im Office-Umfeld. Vor Corona war der Trend hier gegenläufig. Hintergrund für die Veränderung ist, dass nicht nur weniger Menschen im Büro arbeiten, sondern auch weniger Service-Mitarbeiter des Operators vor Ort sind, um die Hygiene der Maschinen bei Betrieb mit Frischmilch zu gewährleisten. Mithilfe unserer digitalen Lösung Schaerer Coffee Link lässt sich unter anderem auswerten, zu welchen Zeiten die meisten Mitarbeiter im Unternehmen sind und das Kaffee-Angebot entsprechend ausrichten. Beispielsweise können an diesen Tagen Kaffeespezialitäten auf Basis von Frischmilch und an den anderen auf Basis von Milchpulver angeboten werden.

Wie kann Schaerer Coffee Link Operator noch bei der Optimierung ihres Kaffeegeschäfts unterstützen?

Die Vernetzung von Schaerer Kaffeemaschinen mit Schaerer Coffee Link unterstützt Operator dank umfangreicher Daten sowie der Monitoring-Möglichkeit per Fernzugriff. Dabei stellt die digitale Lösung Ergebnisse in Echtzeit übersichtlich auf einem individualisierbaren Dashboard dar. Ob zu Performance, Maschinenstatus oder Service bzw. Wartung: Der Operator erhält umfassende Informationen und kann daraus Rückschlüsse ziehen, um gezielte Handlungen – wie das in der vorherigen Frage genannte Beispiel – auszulösen. Im Hinblick auf den Service, also die Reinigung und Befüllung mit Bohnen, Milch etc., lässt sich der Personaleinsatz effizienter planen, sodass der Kaffeevollautomat sozusagen „just in time“ serviciert werden kann und gleichzeitig Stillstand aufgrund leerer Bohnen- und Milch(pulver)behälter vermieden wird. Geht es um die Wartung, profitieren Operator insbesondere von der nutzungsabhängigen Planung der Wartungsintervalle. Das heißt, die Kaffeemaschinen werden abhängig von ihrem Einsatz und nicht nach vordefinierten Zeitintervallen gewartet. Dies erlaubt insgesamt eine wirtschaftlichere Planung der Wartungseinsätze. Ein weiterer Vorteil, der auf die Flexibilität von Schaerer im Hinblick auf kundenindividuelle Entwicklungen zurückzuführen ist: Die digitale Infrastruktur von Schaerer Coffee Link ist so gestaltet, dass unsere IT-Spezialisten die Telemetrie-Lösung per Schnittstelle (der sogenannten API) direkt an Warenwirtschaftssysteme oder vom Kunden eingesetzte Bezahlsysteme anbinden können. Zudem bietet Schaerer Coffee Link auch hinsichtlich der Kaffeequalität einen klaren Mehrwert: Dank der Daten zur Extraktionszeit, Kaffeemehldosierung etc. je Spezialität lassen sich Rückschlüsse über die Konstanz der Getränkequalität ziehen bzw. Fehlerquellen identifizieren, die diese negativ beeinflussen.

Wie sehen die Planungen für die nächste Zeit aus, worauf kann sich die Branche freuen?

Unsere digitale Lösung Schaerer Coffee Link wird unter Berücksichtigung aktueller Trends und Kundenanforderungen kontinuierlich weiterentwickelt. Unter anderem haben wir Features rund um das Thema „Remote Control“ auf der Agenda. Aktuell steht für den Oktober 2021 die Teilnahme der Schaerer AG an der Host in Mailand noch in unserem Messekalender – in normalen Zeiten ein Event, auf dem wir viele unserer Neuheiten erstmals der Öffentlichkeit präsentiert haben. Wir hoffen natürlich, dass die Host wieder als Präsenzmesse stattfinden kann und wir wie geplant die neuesten Entwicklungen aus dem Hause Schaerer live vor Ort enthüllen können.

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